Motivation?

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canlot
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Motivation?

Beitrag von canlot » Do Nov 28, 2013 2:04 pm

Xin hat geschrieben:
dani93 hat geschrieben:
Xin hat geschrieben: Wüsstest Du jemanden, der Haskell hier vorstellen könnte? ^^
*dreht sich ganz unauffällig weg* :D
Ich kann es, aber ich mag es nicht ^^
Du bist krank, hast morgen Prüfung und übermorgen ein Java-Tutorial ;-)
Ich gucke unauffällig JeanLuc an, um in ihm subtil das Verlangen zu wecken, sich am Wiki zu beteiligen.
Ich hätte gerne die Motivation ;)
Ich habe mein Tinnitus Problem endlich in den Griff kriegen können und wälze grade ein dickes Mathebuch das ich vor mir liegen hab von Anfang an, ist für das Studium unumgänglich, daneben liegt ein noch viel dickeres Physikbuch von Tripler/Mosca was ich mir in absehbarer Zeit auch durchgelesen wünsche, aber so viel Lust verspüre ich nicht.
Vielleicht kann von euch jemand mir ein paar Motivationsgründe nennen zum lernen wäre für den Threadersteller auch sicherlich nicht verkehrt ;)
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Xin
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Re: Euklid Programmieren

Beitrag von Xin » Do Nov 28, 2013 2:30 pm

canlot hat geschrieben:Ich hätte gerne die Motivation ;)
Ich habe mein Tinnitus Problem endlich in den Griff kriegen können und wälze grade ein dickes Mathebuch das ich vor mir liegen hab von Anfang an, ist für das Studium unumgänglich, daneben liegt ein noch viel dickeres Physikbuch von Tripler/Mosca was ich mir in absehbarer Zeit auch durchgelesen wünsche, aber so viel Lust verspüre ich nicht.
Vielleicht kann von euch jemand mir ein paar Motivationsgründe nennen zum lernen wäre für den Threadersteller auch sicherlich nicht verkehrt ;)
Das bin ich letzten Sonntag in einem Trockentauchanzug kurz vor meinem ersten Tauchgang mit einem Trocki. Endlich einer, der mir passt - es war der vierte, den ich probierte, daher die Pose.
Und auch noch in Signalfarben, was bei schlechter Sicht zumindest für meinen Tauchpartner gut ist - weil er mich damit besser sieht und wir uns nicht verlieren.
trocki.jpg
Erstens leiste ich mir dieses Hobby. Den Trocki habe ich an dem Tag probegetaucht und anschließend gekauft. Mein Konto gibt das gerade eigentlich nicht unbedingt her, aber weil ich die Mathebücher gelesen habe (und auch ein paar übers Programmieren) und dabei auch was gelernt habe, habe ich heute einen Job, der mir erlaubt bei fraglichem Kontostand auch etwas flexibler zu sein und spontan auch mal "Ja" zu sagen.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich rund 30-60 Minuten brauchte, bevor ich aus so einem Mathebuch etwas wirklich begriffen hatte. Aber etwas zu begreifen macht mir Spaß. Es bedeutet, dass ich etwas kann, was nicht jeder kann.

So ein Lehrbuch ist der holprigere Teil eines langen Weges. Ich bin noch lange nicht in Rente, aber ich kenne genug Leute, deren Weg in meinem Alter deutlich holpriger ist und häufig sind die gravierendste Unterschiede, dass ich im Studium drei Mathebücher durcharbeiten musste.
Mit den Mathebüchern habe ich einige Stunden verbracht. Vermutlich habe ich mehr Stunden mit CounterStrike spielen verbracht. Ich denke das Spielen war durchaus auch ein Teil der Ablenkung in der Zeit, aber an CS erinnere ich mich kaum noch - an die Mathematik schon.

Am Sonntag hüpfe ich mit dem Trocki zur zweiten Runde in den See und freu mich schon drauf. Ohne die drei Papula-Bände wäre ich vermutlich nie zum Tauchen gekommen.
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Re: Euklid Programmieren

Beitrag von canlot » Do Nov 28, 2013 4:11 pm

Ist es nicht ein bisschen zu kalt zum tauchen? ;)
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Re: Euklid Programmieren

Beitrag von Xin » Do Nov 28, 2013 4:27 pm

canlot hat geschrieben:Ist es nicht ein bisschen zu kalt zum tauchen? ;)
Wir haben am 1. Dezember noch zwei Schüler, die zwei Tauchgänge im Nasstauchanzug hinter sich bringen müssen.

Beim Tauchen ist das Wasser nicht kälter als 4 Grad. Ob das zu kalt ist, hängt auch stark vom Körperbau ab.
Etwas auf den Rippen zu haben, schadet beim Tauchen nicht wirklich... ;-)

Mit Neopren-Nassanzug (7mm) und Eisweste (5mm), Neoprensocken (5mm) und Schuhen (5mm), sowie Handschuhen (3mm) und Kopfhaube (5mm?) kann ich ca. 30 Minuten angenehm tauchen. In der Regel wird's zuerst an den Fingern kalt, aber die kann man nicht zu sehr einpacken, weil man sonst die Ausrüstung nicht mehr so gut bedienen kann.

So ein Trockentauchanzug hält nicht wirklich viel wärmer. Aber es ist eben nicht nass, das macht die Sache vielleicht etwas angenehmer. Dafür ist die Tarierung komplizierter - glaube ich... ich lerne das ja gerade erst. :-D
Man muss sich nicht groß ausziehen und dann im bei Wind und Wetter abtrocknen, man steigt da aus, ist trocken und zieht sich quasi während man den Trocki auszieht schon wieder die normale Kleidung an. Auf dem Weg aus dem Wasser wärmt man sich in dem Ding also schon wieder auf, während man im Nasstauchanzug eher auskühlt.

Aber bei dem Wetter tauchen auch nicht mehr viele. Im Sommer ist man mit großer Truppe unterwegs, am Sonntag waren wir zu weit unterwegs und zwei andere besuchten einen See in Norddeutschland.
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Re: Euklid Programmieren

Beitrag von FritziFoppel » Fr Nov 29, 2013 3:39 pm

Ich muss schon sagen, dass der Thread höchst interessant ist.
Von Euklid über Haskell zur Motivation:

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich jetzt noch aktuell dabei bin aber ich geb einfach mal meinen Senf dazu: ;)

Ich muss leider gestehen, dass ich auch ziemlich faul bin und ich mich schlecht motivieren kann. Für Klausuren lern ich nicht mehr als eine Stunde, es sei denn, es ist ne Mathe Klausur. Außerdem fange ich meine Vorträge und Referate immer erst kurz vor knapp an. Meine Motivation liegt nicht so direkt beim Problem, sondern ich versuch meine Disziplin durch andere Dinge aufrecht zu erhalten. Meine Schildkröten, die ich zu meiner Oma in den Mostkeller verfrachtet habe, spritz ich ein bis zwei Mal in der Woche ein, damit sie nicht austrocknen, was mir einen 1 Stunden Spaziergang einbringt *jubel*. Außerdem versuch ich mich durchs Arbeiten selber zu belohnen, beispielsweise ne Stunde Film schauen etc. . Irgendwie versuch ich auch ne gewisse Regel, bzw. Struktur, oder Zeitplan umzusetzen, indem ich (noch) meine Hausi und dnach 30 min Pause mache. Danach programmier ich ein Weilchen, dann gibts ein Kaffe und dann wird gelernt und dann ist der Tag eigentlich fast vorbei :). Also Zeitplan kann ich nur empfehlen!

Nebenbei muss ich sagen, dass ich mich ziemlich gut mit Xin identifizieren kann. Seit ich mit dem Programmieren angefangen habe, hab ich eigentlich mit dem Spielen aufgehört, bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Und der Fernseher spielt eigentlich auch keine Rolle mehr, was aber eher an Youtube liegt.
Aber etwas zu begreifen macht mir Spaß. Es bedeutet, dass ich etwas kann, was nicht jeder kann.
Ich leb das wahrscheinlich nicht so extrem aus aber ich schau hin und wieder mal Dokus über Astronomie, Physik und auch Geschichte an. Außerdem schaden Bücher, bei denen der Kopf mal ein bisschen rattern muss auch nicht.

Hoffe, dass ich ein wenig behilflich sein konnte? 8-)

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Re: Euklid Programmieren

Beitrag von Xin » Fr Nov 29, 2013 4:18 pm

FritziFoppel hat geschrieben:Ich muss leider gestehen, dass ich auch ziemlich faul bin und ich mich schlecht motivieren kann.
Faulheit ist eine notwendige Tugend für jeden Erfinder, den ein Geist, der brav abarbeitet, was zu tun ist, wird sich keine Gedanken darüber machen, etwas zu vereinfachen, damit die Arbeit leichter wird.
FritziFoppel hat geschrieben:Für Klausuren lern ich nicht mehr als eine Stunde, es sei denn, es ist ne Mathe Klausur.
Für meine Matheprüfung-LK im Abitur habe ich 2 Stunden gelernt.
Ich formuliere es mal so: Dieses Vorgehen hat sich nicht bewährt. Also habe ich den Kram halt im Studium gelernt. Hätte ich die Zeit im Abitur besser genutzt, wäre das Studium vermutlich einfacher gewesen.
Da ich aber bereits gut programmieren konnte, hatte ich dann auch genug Zeit mir Mathe richtig anzugucken.
FritziFoppel hat geschrieben:Außerdem fange ich meine Vorträge und Referate immer erst kurz vor knapp an. Meine Motivation liegt nicht so direkt beim Problem, sondern ich versuch meine Disziplin durch andere Dinge aufrecht zu erhalten.
Wir lassen uns alle gerne ablenken. Ich muss aber auch sagen, dass ich im Internet das Fernsehprogramm checke und feststelle, dass mich davon nicht viel ablenken wird. Das Wochenende wird mich Breaking Bad ablenken - das weiß ich. Aber ich werde vermutlich nicht 2 Tage auf der Couch verbringen (zumal ich ja auch an beiden Tagen tauchen gehe) und ich will den Short-URL Service auf Gang bekommen. Auch das macht Spaß.
Ich weiß allerdings, dass mir das Spaß macht, die Motivation muss ich also nicht erst generieren.

Mir fehlt in der Regel einfach die Zeit, um alles, was ich tun will auch machen zu können.
FritziFoppel hat geschrieben:Meine Schildkröten, die ich zu meiner Oma in den Mostkeller verfrachtet habe, spritz ich ein bis zwei Mal in der Woche ein, damit sie nicht austrocknen, was mir einen 1 Stunden Spaziergang einbringt *jubel*.
Dafür gehe ich normalerweise Wandern. Blöderweise klappt's dieses Wochenende nicht.
Auch Bewegung ist wichtig, denn bei einem trägen Körper ist kein wacher und motivierter Geist zu erwarten... der müsste ja vom Sofa aufstehen...
FritziFoppel hat geschrieben:Außerdem versuch ich mich durchs Arbeiten selber zu belohnen, beispielsweise ne Stunde Film schauen etc. .
Wieso ist das eine Belohung? Wenn Du nicht arbeiten würdest, würdest Du 2 Stunden Filme gucken!?

Wenn ich die Küche/Bad/Auto geputzt habe stelle ich jedesmal fest, dass das jetzt eigentlich nicht soooo viel Arbeit war und das einfach besser aussieht. Das könnte man eigentlich häufiger machen.
Entsprechend lernt man irgendwann, dass man auch abends, wenn man spät nach Hause gekommen ist, auf dem Weg zum Kühlschrank auch noch schnell die Küche klar machen kann, dann auf dem Weg unter die Dusche noch schnell das Bad sauber macht und dann guckt man nochmal was im Fernsehen ist.
Und dann läuft das nebenher automatisch und denkt sich "Eigentlich wollte ich ja heute nix mehr machen" und ist happy, dass man nun morgen Zeit für etwas größeres hat.
FritziFoppel hat geschrieben:Irgendwie versuch ich auch ne gewisse Regel, bzw. Struktur, oder Zeitplan umzusetzen, indem ich (noch) meine Hausi und dnach 30 min Pause mache. Danach programmier ich ein Weilchen, dann gibts ein Kaffe und dann wird gelernt und dann ist der Tag eigentlich fast vorbei :). Also Zeitplan kann ich nur empfehlen!
Listen haben sich bei mir im Studium bewährt: Aufschreiben, was man tun will, dafür großzügig Zeit einplanen, auch für kleine Pausen dazwischen. Von 10 Dingen, die gemacht werden müssen, schafft man so nur 5, aber jedes, was man streichen kann, ist erledigt und ein Erfolgserlebnis. Statt sich also den ganzen Tag zu fragen, was man jetzt machen muss, wo man ja noch soviel vor hat, macht man einfach, was auf der Todoliste steht.
Nach ein paar Tagen, findet man nicht mehr so viel, was man machen muss.
FritziFoppel hat geschrieben:Nebenbei muss ich sagen, dass ich mich ziemlich gut mit Xin identifizieren kann. Seit ich mit dem Programmieren angefangen habe, hab ich eigentlich mit dem Spielen aufgehört, bis auf ein paar kleine Ausnahmen. Und der Fernseher spielt eigentlich auch keine Rolle mehr, was aber eher an Youtube liegt.
Ich empfehle die Mediatheken der öffentlich rechtlichen.
Oder eben Kopfkino (Bücher). ^^
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Re: Motivation?

Beitrag von FritziFoppel » Fr Nov 29, 2013 4:48 pm

Außerdem versuch ich mich durchs Arbeiten selber zu belohnen, beispielsweise ne Stunde Film schauen etc. .
Wieso ist das eine Belohung? Wenn Du nicht arbeiten würdest, würdest Du 2 Stunden Filme gucken!?

Wenn ich die Küche/Bad/Auto geputzt habe stelle ich jedesmal fest, dass das jetzt eigentlich nicht soooo viel Arbeit war und das einfach besser aussieht. Das könnte man eigentlich häufiger machen.
Entsprechend lernt man irgendwann, dass man auch abends, wenn man spät nach Hause gekommen ist, auf dem Weg zum Kühlschrank auch noch schnell die Küche klar machen kann, dann auf dem Weg unter die Dusche noch schnell das Bad sauber macht und dann guckt man nochmal was im Fernsehen ist.
Und dann läuft das nebenher automatisch und denkt sich "Eigentlich wollte ich ja heute nix mehr machen" und ist happy, dass man nun morgen Zeit für etwas größeres hat.
Das stimmt wohl :) . Meistens versuch ich mir die Arbeit auf einen Tag zu legen und dann im Wechsel 2 Fächer zu lernen, um dann den Rest der Woche frei zu haben. Aber wie ich ja bereits erwähnt hatte bin ich ziemlich faul und so läufts auf 2 Stunden Film schauen raus. Allerdings fühl ich mich besser, wenn ich nach erfolgreicher Arbeit eine etwas längere Pause mache, anstatt nur Pause zu machen. Das ist in gewisser Weise vergleichbar mit deiner Küche/Bad/Auto. Danach merkt man, dass es nicht schlimm ist und man es eigentlich öfters tun könnte. Man verdrängt es aber eher unbewusst.
Ich empfehle die Mediatheken der öffentlich rechtlichen.
ZDF kann ich auch nur weiterempfehlen. Neuerdings gehört das ja zum Unterricht dazu, dass man als Leher andere die Arbeit machen lässt. Ich denke dabei an Harald Lesch, der einem die Quantentheorie oder die Entropie besser veranschaulichen kann als der Lehrer. Wenn man dabei bestimmte Themen besser erklärt bekommt, sag ich kein Ding, wenn das aber zum Dauerzustand wird und man zusätzlich Arbeitsblätter mit Lösungen im Anhang bekommt fühl ich mich im Physik-LK irgendwie fehl am Platz. Wozu soll ich dann noch in den Unterricht kommen? So Zeug kann ich auch daheim erledigen. Aber die Lehrer sind ja größtenteils auch nur faule Menschen. :P
Das gehört aber auch wieder zu nem anderen Thema.

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Re: Motivation?

Beitrag von Xin » Fr Nov 29, 2013 5:04 pm

FritziFoppel hat geschrieben:ZDF kann ich auch nur weiterempfehlen. Neuerdings gehört das ja zum Unterricht dazu, dass man als Leher andere die Arbeit machen lässt. Ich denke dabei an Harald Lesch, der einem die Quantentheorie oder die Entropie besser veranschaulichen kann als der Lehrer. Wenn man dabei bestimmte Themen besser erklärt bekommt, sag ich kein Ding, wenn das aber zum Dauerzustand wird und man zusätzlich Arbeitsblätter mit Lösungen im Anhang bekommt fühl ich mich im Physik-LK irgendwie fehl am Platz.
Lesch mag ich auch gerne, er weiß zu faszinieren. Gelernt habe ich da aber jetzt nicht unbedingt etwas.

Ich mache derzeit die Ausbildung zum DiveCon. Als DiveCon wird man als Tauchlehrer ausgebildet, inkl. der didaktischen Ausbildung, wie man Stoff am besten an unterschiedliche Schüler vermittelt bekommt. Beim Tauchen gibt's schließlich keine Noten... entweder Du verhältst Dich richtig oder Du hast einen Tauchunfall, der im schlimmsten Fall tödlich ist.

Das Buzzwort ist derzeit "Medieneinsatz". Medien machen Spaß, erzeugen Aufmerksamkeit, blablabla. Ist auch bei der Ausbildung der Tauchlehrern so. Anfassen ist wichtig, aber das geht in Physik in der Regel nicht: Eine Atomuhr für alle Schüler, die jeder im Klassenzimmer kurz auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, ist nicht machbar.
Medieneinsatz gehört auch zur Prüfung der Tauchlehrer: Wer in der Prüfung sagt "Wir schauen uns nun dazu ein Video an", bekommt Extrapunkte.

Ich habe bei (PowerPoint-) Präsentationen eine Lieblingsfolie: Sie ist weiß und es steht nichts drauf, nichtmals das Firmenlogo. Sie ist weiß, um mit dem Beamer den Raum auszuleuchten. Ich nehme den Menschen die Chance etwas zu lesen. Das Interessanteste, was also derzeit passiert bin ich: Sie schauen also auf mich, auf meinen Mund und sehen, dass ich rede. So hören sie mir zu.
In dem Moment kommunizieren wir miteinander. Eine PowerPoint-Präsentation, die den zu präsentierenden Stoff auflistet, ist nachgewiesenermaßen Zeitverschwendung, weil es die Leute einschläfert, da diese nur die Punkte durchlesen und danach geistig abschalten, ohne diese verstanden zu haben.
FritziFoppel hat geschrieben:Wozu soll ich dann noch in den Unterricht kommen? So Zeug kann ich auch daheim erledigen. Aber die Lehrer sind ja größtenteils auch nur faule Menschen. :P
Am Abschluss einer Lektion kommt grundsätzlich die Wiederholung der Info, weshalb der Stoff wichtig ist, die kurze Zusammenfassung des Stoffs, also was jetzt verstanden sein sollte und die Frage, ob alles verstanden wurde oder noch Fragen offen sind.

Was macht euer Lehrer da?
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Re: Motivation?

Beitrag von FritziFoppel » Fr Nov 29, 2013 5:31 pm

Wie gesagt, der Unterricht besteht aus Arbeitsblättern mit Lösungen. Ab Weihnachten ist jedem freigestellt, ob er noch in den Unterricht kommt oder nicht, es wird allerdings noch eine Klausur geschrieben. Erst kürzlich hat er die Projektwoche eingeführt und den Kurs in 2 Hälften eingeteilt. Die erste Woche kommt die erste Gruppe und führt Versuche durch (die Hälfte er Schüler und keine Arbeit, da die Versuche sicher nicht von ihm erstellt worden sind) und die andere Woche kommt die 2te Hälfte. So erleichtert man sich die Arbeit.

Da ich mein Abi nicht in Physik schreibe sehe ich das eher gelassen. Für die Arbeiten lerne ich meistens über das LMZ, oder such mir passende Seiten im Netz, oder was ich sonst so finde. Meine Noten (in Physik) könnten besser sein, ich bin aber nicht unzufrieden, oder schiebe deswegen Panik. Solange nicht die Gefahr eines Unterkurses besteht bin ich zufrieden. ;)

Fragestunde gibts leider nur 1 Stunde vor der Arbeit und da hat sich natürlich jeder die Mühe gemacht, sich Unklarheiten aufzuschreiben und 2 Wochen vor der Klausur zu lernen. Gerade der Physikleher, der 3 Monate braucht um ne Klausur zu korrigieren, ist immer der erste, der in der Pause raus rennt und eine rauchen muss :mrgreen: . Ich hab das Fach eigentlich gewählt, weil ich dachte das es interessant ist und ich mich für Naturwissenschaften interessiere.
Ich bin hier nicht an der Uni und halte Monologe, sondern ich bin hier an der Schule und deshalb könnt ihr euch auch ein wenig einbringen.
Wer sollte mir denn eher etwas beibringen als der Lehrer?
Ein Zitat meiner Relilehrerin, im Wortlaut ein wenig abgeändert. Das sagt sie bei theologischen Theorien über Wirklichkeit und Religionsgeschichte (unfassbar spannend). So motiviert man die Schüler! *zwinker*

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Re: Motivation?

Beitrag von Xin » Fr Nov 29, 2013 6:30 pm

FritziFoppel hat geschrieben:Wie gesagt, der Unterricht besteht aus Arbeitsblättern mit Lösungen. Ab Weihnachten ist jedem freigestellt, ob er noch in den Unterricht kommt oder nicht, es wird allerdings noch eine Klausur geschrieben. Erst kürzlich hat er die Projektwoche eingeführt und den Kurs in 2 Hälften eingeteilt. Die erste Woche kommt die erste Gruppe und führt Versuche durch (die Hälfte er Schüler und keine Arbeit, da die Versuche sicher nicht von ihm erstellt worden sind) und die andere Woche kommt die 2te Hälfte. So erleichtert man sich die Arbeit.
Naja, Projektwochen sind schon anstrengender als sich vorne hinzustellen und was an die Tafel zu malen.

Unterricht, der aus Arbeitsblättern mit Lösungen besteht, finde ich da eher erschreckend.
FritziFoppel hat geschrieben:Fragestunde gibts leider nur 1 Stunde vor der Arbeit
Äh... was soll das den heißen? Dürft ihr den Lehrer sonst nix fragen?
FritziFoppel hat geschrieben:
Ich bin hier nicht an der Uni und halte Monologe, sondern ich bin hier an der Schule und deshalb könnt ihr euch auch ein wenig einbringen.
Der Witz ist ja, dass der Schüler an einer Schule sich eben nicht zwangsläufig einbringen muss. Schule kommt von "Müßiggang", weil man beim Zuhören bzw. unterrichtet werden, eben nicht selbst (körperlich) arbeitet.
Für den Lernerfolg an der Schule ist in erster Instanz der Lehrer verantwortlich. Der Lehrer ist der, der Wissen schafft, in dem er Fragen stellt - also die Arbeit in der Schule macht. Er muss herausfinden, was Dir zum Verständnis fehlt und Dir Fragen präsentieren, die Dir Erkenntnisse ermöglichen.

Im Gegensatz zur Universität, wo der Professor nicht verantwortlich für die Wissensbildung der Studenten ist, sondern quasi aus der eigenen Forschung referiert, wobei sich die Studenten einbringen sollen, um Wissen zu erlangen. Ein Professor muss beispielsweise keine didaktische Ausbildung hinter sich bringen, um Wissen effizient vermitteln zu können.
FritziFoppel hat geschrieben:Wer sollte mir denn eher etwas beibringen als der Lehrer?
Ein Zitat meiner Relilehrerin, im Wortlaut ein wenig abgeändert. Das sagt sie bei theologischen Theorien über Wirklichkeit und Religionsgeschichte (unfassbar spannend). So motiviert man die Schüler! *zwinker*
Ich halte Religionsgeschichte allgemein für sehr interessant und spannend... es ist gewissermaßen Kulturgeschichte. Unsere üblichen Religionen sind ja auch nur Plagiate noch älterer Religionen. Jesus war jetzt nicht der erste, der zum Himmel auffuhr oder sich mal drei Tage Auszeit aus dem Leben nahm. Solche Leute kamen früher häufiger vor... oder zumindest deren Geschichten.
Und Gott - der "Ich bin der ich bin da" - war ursprünglich der "Ich bin der viel größere Krieger als Dein Gott". Ungefähr so, wie Vierjährige dran sind "Mein Papa ist viel stärker als wie Dein Papa", während beide Papas gerade arbeiten sind.

Wir haben in Religion die Gottesbeweise des Thomas von Aquin widerlegt. Das Wissen war sehr praktisch, als die Zeugen Jehovas mir erzählten, dass die Existenz Gottes ja bereits bewiesen ist. Die haben recht sparsam geguckt, als ich ihnen erklären konnte, dass die Beweise auch schon wieder widerlegt sind und sie was besseres mitbringen müssen als Gottesbeweise.

Dennoch ist nicht zwangsläufig alles reine Fiktion in der Bibel. Man geht heute davon aus, dass die ersten Homo Sapiens Afrika über den Yemen verlassen haben und nicht über Ägypten. Die Wüste war nach aktuellen Klimamodellen nicht passierbar, aber das Klima lies die Meerenge südlich des Roten Meeres noch enger werden, so dass sie passierbar wurde. Im Yemen gab es einzelne wasserreiche Oasen in der Zeit. Und witzigerweise nannte man diese Gegend in den sehr frühen dortigen Sprachen "Eden".
Und ein Garten ist ein begrenzter, bewachsener Bereich: wie es eine Oase auch ist.
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